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1982 Château Talbot St.-Julien

 

                        

 

Weingut

 

Das Weingut trägt den Namen des ehemaligen Besitzers General John Talbot (1384-1453). Seit 1918 ist das Gut in Besitz der Familie Cordier. Bei der Bordeaux-Klassifizierung erhielt das Gut den vierten Rang. Die Weinberge umfassen insgesamt 107 Hektar Rebfläche. Davon sind 102 Hektar mit den roten Sorten Cabernet Sauvignon (66 %), Merlot (26 %), Petit Verdot (5 %) und Cabernet Franc (3 %) bestockt. Die restlichen fünf Hektar sind mit den weißen Sorten Sauvignon Blanc (84 %) und Sémillon (16 %) bestockt. Der Zweitwein heißt "Connétable Talbot". Der nicht klassifizierte Weißwein heißt "Caillou Blanc". Er wird als einer der ältesten im Médoc produzierten Weißweine vermarktet.

 

 

Region

 

St. Julien, eine der sechs berühmten Gemeinden innerhalb Haut-Médoc, die eine eigene Appellationen sind und den Ortsnamen auf dem Etikett tragen dürfen. Die Appellation umfasst rund 900 ha. Die Böden bestehen aus einer dünnen Kiesschicht mit sandigem Löss auf einem eisenhaltigen Unterboden mit Mergel und Kies. Die tanninreichen und langlebigen Rotweine liegen im Stil zwischen jenen aus Margaux (Finesse) und Pauillac (Kraft); sie zeichnen sich im gesamten Bereich durch eine gleichmäßig hohe Qualität aus.

 

 

Vinifikation

 

Dreiwöchige Gärung und Maischung in Edelstahltanks und Holzfässern mit elektronischer Temperaturregelung. 15-monatiger Ausbau in zu 40 bis 50 % neuen Eichenfässern. Schönung, leichte Filtration.

 

 

Charakteristik

 

René Gabriel 19 Punkte: 1999: Tiefe Farbe mit immer noch schwarzen Reflexen in der Mitte. Geballtes, aber noch sehr jung wirkendes Bukett; viel klassische St. Julien-Zedernwürze, wirkt noch fast grün, was sich später in einem gewissen Eukalyptus- oder Minzetouch zeigen wird. Im Gaumen ein Gewaltsmocken; kräftige Adstringenz, fleischig und charaktervoll. Wird noch gut zehn Jahre bis zu seinem richtigen Genusshöhepunkt benötigen.Robert Parker 95 Punkte: Ein großartiger Wein von dichtem, undurchdringlichem Granat- bis Purpurrot, der jetzt seine vollständige Reife erreicht. Ein mächtiger Duft nach Schwarzen Trüffeln, Anis, frisch gehacktem Rindertatar, neuem Sattelleder sowie Unmengen von Schwarzkirschen und Johannisbeeren steigt aus dem Glas auf. Der Wein ist körperreich, mit enormen Mengen von Glyzerin, geringer Säure und einem sehr korpulenten, alkoholstarken, kernigen Stil – ein Vergnügen sowohl für den Intellekt als auch für die Sinne.Thomas Breitwieser: Die Farbe: Helles rubinrot mit Orangen Reflexen am sich aufhellenden Rand.Die Nase: Sauber elegant, sehr würzig, etwas Rosmarin, etwas rauchig, fast wie verbrannte Holzkohlen, viel Leder, etwas Wachholder, und überreife Himbeeren.Der Gaumen: Sehr trocken und würzig, durch den eleganten milden Körper lässt sich der Wein wunderbar trinken, die Tannine und der Alkohol sind perfekt eingebunden, das einzige was etwas stört ist die durch die etwas weniger werdende Frucht die Säure mehr zum Vorschein kommt. Ein wunderbarer Wein der sicherlich noch die nächsten 5 Jahre viel Spaß bereiten wird.